Kostenschätzung der Landeshauptstadt Kiel zum Erhalt von #Katzheide

Kostenschätzung der Landeshauptstadt Kiel gem. § 9 Absatz 2 Satz 3 GKAVO vom 06.07.2015

  1. Jährliche Betriebskosten (u.a. Personal, Reparatur, Instandhaltungen, Abschreibungen)nach Durchführung der Maßnahmen zu 2.1: rd. 457.000 € basierend auf den Durchschnittswerten der letzten drei Jahrenach Durchführung der Maßnahmen zu 2.2.: rd. 928.000 € unter Berücksichtigung der Finanzierungskosten

  2. Investitionen:

    2.1 Maßnahmen für den mittelfristigen Weiterbetrieb (ca. 5-10 Jahre) ab 2017, Wiederherstellung hygienischer und technischer Mindeststandards:Austausch der Folien in den Becken (Schwimmer, Nichtschwimmer-, Planschbecken), Technik (Heizung, Wasseraufbereitung): 750.000 € (siehe auch Geschäftliche Mitteilung vom 03.11.2014 – Drucksache 0911/2014). Das Sommerbad Katzheide ist 55 Jahre alt. Ob und welche Baumängel bei Austausch der Folien offenbar werden, ist unbekannt und daher können die Kosten erheblich ansteigen. Damit sind keine Investitionen in die sanierungsbedürftigen Gebäude (z.B. Umkleidekabinen, Duschen, Toiletten) berücksichtigt. Ebenso fehlt jegliche Investition in Attraktivitätssteigerung des Sommerbades Katzheide zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität (z.B. Parkplätze, Gastronomie, Spielplatz, Sprunganlagen, Wasserrutschen etc.)

    2.2 Maßnahmen für den dauerhaften Betrieb
    In der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit können anlässlich der Fragestellung zum Bürgerbegehren keine umfangreichen Kostenermittlungen für eine vollständige Sanierung und Attraktivierung des Sommerbades vorgenommen werden. Daher wird Bezug auf bisherige Annahmen und Überlegungen genommen. Zur Ausrichtung der Bäderlandschaft ab 2009 hat die Stadt von eigenen Kalkulationen für das Sommerbad Katzheide abgesehen und sich am Referenzobjekt „Südbad Trier“ (Freibad), bei dem die vollständige Sanierung und Attraktivierung umgesetzt worden ist, orientiert. Das „Südbad Trier“ ist mit dem Sommerbad Katzheide hinsichtlich der Größenordnung und Ausstattungsanforderungen vergleichbar. Angesichts der Projektkosten von Trier von seinerzeit rd. 9.360.000 € (2010) und der begrenzten Öffnungszeiten eines Freibades von lediglich rd. 100 Tagen p.a. hat sich die Landeshauptstadt Kiel 2011 entschlossen, nur das ganzjährig nutzbare Sport- und Freizeitbad an der Hörn zu bauen. Unter Berücksichtigung der Steigerung des Baukostenindex von 11% würden sich entsprechend der Referenzwerte für das Sommerbad Katzheide Kosten von rd. 10.390.000 € ergeben.

Kommentar: Aus unserer Sicht sind die Zahlen für einen dauerhaften Erhalt kaum Nachvollziehbar. Noch 2009 kalkulierte die Stadt Kiel für einen Neubau einer Schwimmhalle bei Katzheide mit einer Sanierung vom Freibad als Kombilösung (Kombibad) noch mit rund 8-10 Millionen Euro. Auch wurde Katzheide in den 90er jahren grundsaniert und daher sind Äußerungen wie „Katzheide ist 55 Jahre alt“ irreführend. Eine ausführliche Erwiderung des Vereins wird folgen.

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