„Weiterentwicklung Sommerbad Katzheide“

Informations-Spaziergang“ am 8. März 2016 ab 16.30 Uhr, Treffpunkt Eingang Sommerbad Katzheide, von-der-Groeben-Straße

Führung durch: Herrn Löser (Kieler Bäder GmbH), Herrn Treuer (Sportamt Kiel, Sport- und Begegnungspark-Beauftragter)

Ein Protokoll von Kirstin Warschau

Es sind etwa 60 Teilnehmer anwesend, als die Eingangstür geöffnet wird. Herr Löser kündigt einen etwa einstündigen Rundgang an, sagt aber auch gleich, dass die Sanitärräume, Umkleideräume und der Technikraum nicht besichtigt werden können. Der „Informations-Spaziergang“ beschränkt sich darauf,IMG_1288 dass alle Anwesenden zum Häuschen der Badeaufsicht am großen Becken geführt werden. Herr Löser spricht mit den nahe um ihn herumstehenden Menschen, die übrigen Anwesenden (also die meisten der Gruppe) können leider nicht hören, was gesprochen wird. Es ist allen erlaubt, um das große Becken herum zu gehen, und es ist erlaubt, Fotos zu machen. Weil es sehr kalt ist, gehen die meisten Teilnehmer bald auseinander.

Eine kleine Gruppe (ca. 8 Leute) werden anschließend von Herrn Treuer noch durch den Sport- und IMG_1281Begegnungspark geführt. Es wird deutlich, dass die Stadt Kiel hier bereits viel Geld investiert hat und viele sportliche und gemeinschaftlich wirkende Ideen umgesetzt wurden. Der Park ist trotz der Kälte und obwohl es schon dunkel wird, mit Kindern und Jugendlichen belebt und wird genutzt. Die Kinder spielen Fußball, Basketball, sie skaten oder sie besuchen den Jugendtreff, in dem es warm ist und sich eine Erzieherin um sie kümmert.

Von Herrn Treuer wird insbesondere gezeigt:

  1. der Bolzplatz,

  2. die Kleinspielfelder Coventrytal,

  3. das Senioren-Spielgeräte-Areal, das auch von der Kita genutzt wird,

  4. die Wegeverbindung zur Röntgenstraße mit der neuen Beleuchtung,

  5. die Bau-Kampfbahn,

  6. die Gebäude des TuS-Gaarden,

  7. ein Gartenprojekt

  8. die alte Skateranlage,

  9. die „Chillbox“ (der Jugendtreff),

  10. die Toilettenanlage hat leider gerade einen Wasserschaden und ist bis zur Klärung der Haftung außer Betrieb,

  11. die Fahrradverleih- und Reparaturstation,

  12. die Sportanlage an der Coventryhalle, deren Rasenausstattung mit Hybridrasen und Gras 1.000.000 Euro gekostet hat und nun doch sehr pflegeaufwendig ist, aber auch sehr gut angenommen und bespielt wird und gut funktioniert, leider in diesem Frühjahr oberflächig erneuert werden muss, auf Kosten der Stadt,

  13. Spielgeräte am Hang vor Katzheide (mit Trampolin und Karussell auch für Behinderte und Klettergarten), an denen es manchmal Vandalismusschäden gibt, die aber schnell beseitigt werden,

  14. Dauerhafte, wetterfeste Grillstellen mit Abfallkörben, die manchmal nicht oft genug geleert werden (daher evt. Ratenprobleme),

  15. die größte abgezäunte Hundeauslauffläche in Schleswig-Holstein,

  16. das kleine Amphitheater der einstigen, nun nicht mehr genutzten Fridjof-Nansen-Schule,

  17. ein weiteres Gartenprojekt „Garten der Generationen“,

  18. ferner gibt es noch einen Bouleplatz vor der Coventryhalle

  19. es gibt die Coventryhalle,

  20. in unmittelbarer Nähe die Sporthallen des Geiger-Gymnasiums und

  21. die Hein-Dahlinger-Halle sowie die umliegenden Schulen.

IMG_1307

Herr Treuer berichtet über die „Dockshöhen-Planungen“:

Die Planungen hierzu wurden schon sehr weit entwickelt. Es soll über das Gelände von Katzheide ein Weg angelegt werden. Die Bauarbeiten könnten eigentlich schon im Frühjahr 2016 beginnen. Hierbei geht es darum, die sogenannte „Dockshöhe“ zu entwickeln und auszubauen. Dafür liegt eine Förderbescheid „Soziale Stadt“ bereits vor. In diesem Bereich wird ein Weg vom Ostring kommend bei der Gerhard-Hauptmann-Schule durch den alten „Schulwald“ den steilen Hang bis zum Hans-Mohr-Platz (Sportplatz des Fußballvereins Intertürk) hinauf gebaut, der auch barrierefrei und gut beleuchtet sein soll. Die entsprechenden Kleingärten wurden schon entfernt. Der Weg soll über das Gelände von Katzheide und über die Bahnlinie hinüber eine Wegeverbindung bis zur Preetzer Chaussee herstellen, damit man den Grüngürtel vom alten, jetzigen Ostring bis zum Langsee schön durchwandern kann. Abends und nachts soll der Weg beleuchtet werden. Weitere Kleingärten auf der anderen Bahnseite wurden schon an die Stadt übergeben.

In diesem ganzen Bereich hatte es nach Auskunft von Herrn Treuer große Probleme mit dem Drogenhandel gegeben, die aber durch Wachleute im Park und den neuen „Garten der Generationen“ jetzt behoben sind

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Auf die Frage, wie es sich in diesem Bereich mit dem geplanten Bau des

Ostring II verhalten wird, wird deutlich, dass die Planungen des Ostring II bisher hier nicht berücksichtigt worden sind. Es kann also sein, dass man völlig umsonst bauen wird oder zumindest umsonst geplant hat. (Sehr kurios, Anmerkung der Unterzeichnenden).

Über den Ostring II beraten die Ortbeiräte übrigens diesen Donnerstag, bzw. sollen die Ortsbeiräte von der Stadt informiert werden.

Nach den bisherigen Planungen würde der Ostring II direkt hinter Katzheide auf der jetzigen Bahntrasse entlangführen oder etwas östlich davon. Der Verein, der die Hundeauslauffläche gepachtet hat, hat nur einen Pachtvertrag bis zum Bau des Ostring II.

Bei dem anschließenden Kaffeetrinken in der Sozialkirche wurden folgende Aspekte von Herrn Treuer genannt:

Im Sport- und Begegnungspark sind viele Menschen beschäftigt:

  1. Es gibt einen Wachdienst an sieben Tagen die Woche ganzjährig von 8 – 22 Uhr, jeweils zwei Personen gehen Streife, den Löwenanteil der Personalkosten trägt das Jobcenter.

  2. Es gibt ein Präventionsprojekt des TuS-Gaarden mit 10 Beschäftigten.

  3. Der Sportpark und die Stadtmission beschäftigen 5 Personen.

  4. Der Zuschuss der Stadt beträgt 56.000 Euro pro Jahr.

Der Park ist ein Drogen-Hot-Spot gewesen, aber nun ist es besser geworden.

Es gibt immer wieder Vandalismus im Park. Beim Bau der Gebäude und der Spielgeräte wurde das aber schon mitgedacht, es gibt z. B. keine Geräte aus Holz, das man anzünden könnte, und Spuren von Graffiti oder Beschädigungen werden sofort entfernt.IMG_1280

(Anmerkung: Es ist wirklich z. Zt. alles gepflegt, frei von Sprayereien und mit öffentlichen Anlagen z. B. in Berlin nicht zu vergleichen.)

Die neue Skateranlage kostet 278.000 Euro, wobei die Paulsen-Stiftung einen kleinen Teil übernommen hat. Die Anlage soll im Herbst gebaut sein.

Bei der jetzt laufenden Bürgerbeteiligung zu Katzheide ist der Mitwirkungsgrad der Bevölkerung leider sehr gering, denn die Entscheidung über den Weiterbetrieb von Katzheide wird die Ratsversammlung fällen.

Katzheide wurde übrigens schon 1995 einmal verkleinert, als eine östliche Liegewiese an den Hans-Mohr-Platz gegeben wurde.

Kirstin Warschau, 9.3.2016
Fotos: Jens Kramer

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